Restnutzungsdauer
Theoretischer Richtwert aus der Vorlage. Bei gutem Unterhalt ist eine längere Nutzung denkbar.
Zustandsanalyse Dach
Das Wichtigste in Kürze
Das Umkehrdach auf der Betondecke bietet eine robuste Grundlage. In den sichtbaren Bereichen sind Nähte und Anschlüsse intakt, Wassereintritte sind nicht bekannt. Handlungsbedarf besteht beim Bewuchs, bei einzelnen Dämmplatten und beim vorbeugenden Schutz der Aufbordungen.
01 / Perspektive
Weiter nutzen, sorgfältig unterhalten
und die nächsten Schritte vorbereiten.
Restnutzungsdauer
Theoretischer Richtwert aus der Vorlage. Bei gutem Unterhalt ist eine längere Nutzung denkbar.
Jährlicher Dachservice
Laufender Unterhalt. Der Investitionsbedarf für einen späteren Ersatz ist noch offen.
Photovoltaik
Lastreserven und Belegung müssen vor einer Installation geprüft werden.
Für Flachdächer wird in der Vorlage eine übliche Lebensdauer von ca. 30 bis 40 Jahren genannt. Für das Dach mit Baujahr 1996 wird eine theoretische Restnutzungsdauer von ca. 5 Jahren angenommen.
Das Umkehrdach auf einer Betondecke wird als robust und wenig schadenanfällig eingeschätzt. Die tatsächliche Nutzungsdauer kann den theoretischen Wert überschreiten. Entscheidend sind regelmässiger Dachservice und die Kontrolle der Anschlüsse und Durchdringungen.
Die Angabe von ca. 5 Jahren stammt aus der vorliegenden Einschätzung. Ein Begehungsdatum ist nicht angegeben; ein verbindliches Ersatzjahr lässt sich daraus nicht ableiten.
Für den jährlichen Dachservice werden ca. CHF 1'200 bis 2'200 genannt. Diese wiederkehrenden Unterhaltskosten sind vom Investitionsbedarf zu unterscheiden.
Eine bezifferte CAPEX-Planung für die nächsten 10 bis 20 Jahre liegt noch nicht vor. Die Vorlage verweist auf eine «Massnahme gemäss Pflichtenheft BfE». Umfang, Termin und Kosten dieser Massnahme sind zu ergänzen.
Die technische Nutzungsdauer soll durch Unterhaltsmassnahmen verlängert werden. Ein fixes Datum für den Totalersatz ist in der Vorlage nicht festgelegt.
Zwischen 2022 und 2025 wurde ein neuer Lüftungsmonoblock installiert. Bei einer Dachsanierung müsste dieser demontiert und anschliessend wieder montiert werden. Die Vorlage empfiehlt deshalb, die Sanierung aus wirtschaftlicher Sicht möglichst hinauszuschieben, soweit es der Zustand zulässt.
Bei einer Verbesserung der Dämmung wird in der Vorlage auf mögliche Förderbeiträge hingewiesen. Die Förderfähigkeit ist zum Zeitpunkt der konkreten Planung zu prüfen; eine Zusage liegt nicht vor.
Die vorhandenen Dachflächen werden grundsätzlich als für die Stromproduktion nutzbar eingeschätzt. Durch die Nutzung des Gebäudes am Tag besteht Potenzial für direkten Eigenverbrauch.
Die Lastreserven müssen vor einer Installation durch eine Tragwerksfachperson bestätigt werden. Technische Installationen und das Seilsystem begrenzen die belegbare Fläche.
Die Vorlage erwartet für solche Anlagen üblicherweise eine Amortisation innert weniger Jahre. Eine objektspezifische Wirtschaftlichkeitsrechnung liegt jedoch nicht vor.
02 / Liegenschaft und Konstruktion
Der vorhandene Dachaufbau
und seine technischen Installationen.
Gedämmtes Flachdach als Umkehrdach auf einer Betondecke. Sichtbar sind mindestens ca. 7 cm XPS-Dämmung oberhalb der Abdichtung. Kies und extensive Begrünung beschweren die Dämmung.
Ca. 1'050 m² gemäss Angabe in der Vorlage. Die definitive Fläche ist aus dem Modell zu übernehmen.
Bitumenbahnen. Die Abdichtung liegt beim Umkehrdach unterhalb der Dämmung.
Diverse Oblichter sowie Einfassungen von Dunstrohren und Abluftöffnungen sind vorhanden.
Lüftungsmonoblock mit Luftkanälen, Rückkühler sowie eine Ausseneinheit eines Klima-Splitgeräts. Der Lüftungsmonoblock wurde gemäss Vorlage zwischen 2022 und 2025 installiert.
Bei der Besichtigung wurden mindestens ca. 7 cm XPS-Dämmung oberhalb der Abdichtung festgestellt. Darüber liegen Kies und eine extensive Begrünung.
Eine Blitzschutzanlage ist vorhanden.
03 / Sichtbare Befunde
Die Beurteilung gilt für die sichtbaren
und in der Vorlage beschriebenen Bereiche.
«Nicht erkennbar» beschreibt die Beobachtung bei der Besichtigung. Verdeckte Schäden sind dadurch nicht ausgeschlossen. Eine numerische Zustandsnote wurde nicht vergeben.
Bitumenabdichtung, Baujahr 1996. Die Jahresangabe bezieht sich auf den in der Vorlage erwähnten Kontroll- und Zustandsbericht von Wincasa aus dem Jahr 2021. Dieser Bericht liegt hier nicht als separates Dokument vor.
Die Oberlage ist durch eine Schutzschicht aus Kies 16/32 geschützt. Die Schutzschicht ist stark vermoost und weist deutlichen Bewuchs auf.
Die Vermoosung kann den Wasserabfluss beeinträchtigen. Regelmässiger Dachservice wird empfohlen.
Die Nähte und Anschlüsse sind in den einsehbaren Bereichen intakt. Die Beurteilung bezieht sich ausschliesslich auf die sichtbaren Stellen.
Verwitterungsspuren und oberflächliche Risse sind sichtbar. In der Vorlage werden die Hochzüge als noch dicht beschrieben; Wassereintritte sind nicht bekannt.
Als vorbeugende Massnahmen werden eine Blechabdeckung der betroffenen Bereiche oder eine zusätzliche Lage Bitumenbahn empfohlen.
Keine Beschädigungen erkennbar. Die Bleche weisen altersgerechte Verwitterungsspuren auf, die gemäss Vorlage die Funktion nicht beeinträchtigen.
Gemäss Vorlage nicht vorhanden.
Durchdringungen sind vorhanden und abgedichtet. Wassereintritte sind nicht bekannt.
Bei der beschriebenen Besichtigung waren weder Blasen noch Falten erkennbar.
Oberflächliche Rissbildungen an den Aufbordungen. Die Angaben zu UV-Schäden verweisen auf die beschriebenen Verwitterungsspuren an den Hochzügen.
Keine offenen Nähte erkennbar.
Keine mechanischen Beschädigungen erkennbar.
Frühere Reparaturstellen sind nicht bekannt.
Bei der Besichtigung waren keine Hinweise auf Undichtigkeiten erkennbar. Daraus lässt sich keine Aussage über verdeckte Bereiche ableiten.
Aufgrund des trockenen Wetters war kein stehendes Wasser vorhanden. Grossflächige Moosteppiche könnten auf schlecht abfliessendes Wasser hinweisen; dies ist kein bestätigter Nachweis einer Entwässerungsstörung.
04 / Wasser sicher ableiten
Funktion und langfristige
Betriebssicherheit der Dachentwässerung.
Die Dachabläufe waren gemäss Vorlage frei von Verstopfungen.
Ob Notüberläufe vorhanden sind, ist in der Vorlage als offene Rückfrage vermerkt. Vorhandensein und Ausführung müssen ergänzt werden.
Das Gefälle konnte nicht beurteilt werden. Aufgrund des Umkehrdachs wird in der Vorlage vermutet, dass die Gefällsebene mit der Unterkonstruktion erstellt wurde. Dies ist nicht verifiziert.
Bei trockenem Wetter war kein stehendes Wasser sichtbar. Die Moosteppiche können auf einen beeinträchtigten Wasserabfluss hindeuten. Siehe Befund «Stehendes Wasser».
Entwässerungsleitungen waren in den sichtbaren Bereichen nicht erkennbar.
05 / Potenzial auf dem Dach
Eine positive Ersteinschätzung
mit konkretem Prüfbedarf.
Die Tagesnutzung des Gebäudes bietet Potenzial für Eigenverbrauch. Für die Freigabe braucht es einen Tragfähigkeitsnachweis und eine abgestimmte Planung.
Die verfügbaren Lastreserven müssen durch eine Tragwerksfachperson abschliessend geprüft werden. Die vorhandene Betondecke ist in der Vorlage Grundlage einer positiven Ersteinschätzung, ersetzt aber keinen Nachweis.
Das Umkehrdach wird für eine ballastierte PV-Anlage als gut geeignet eingeschätzt, da die Dämmung die darunterliegende Abdichtung schützt.
Vor einer Installation sollte der Kies gereinigt bzw. gewaschen werden, um den Bewuchs zu entfernen. Alternativ wird ein Ersatz durch Substrat mit extensiver Begrünung zur Förderung der Biodiversität empfohlen.
Lüftungsanlage, Kanäle und Seilsicherungssystem begrenzen die belegbare Fläche. Eine Modulbelegung zwischen den Installationen ist denkbar. Ein Belegungsplan und eine konkrete Anlagengrösse liegen noch nicht vor.
Konkrete Konflikte mit bevorstehenden Dachsanierungen sind in der Vorlage als unbekannt bezeichnet. Die PV-Planung muss mit dem weiteren Unterhalt und einem späteren Dachersatz abgestimmt werden.
06 / Nächste Schritte
Aus den beschriebenen Befunden
abgeleitete nächste Schritte.
Pflanzen und junge Bäume am Dachrand entfernen. Ablösende Dämmplatten an der Liftüberfahrt instand setzen.
Zum BefundAnschlüsse, Durchdringungen, Schutzschicht und Abläufe kontrollieren. Richtwert Dachservice: CHF 1'200 bis 2'200 pro Jahr.
Zum BefundBlechabdeckung oder zusätzliche Bitumenlage an den betroffenen Bereichen prüfen.
Zum BefundLastreserven nachweisen, Dachzustand und Reinigung berücksichtigen sowie Installationen und Seilsystem in der Planung freihalten.
Zum BefundDiese Angaben sind für die weitere Planung zu ergänzen.
Bereitgestellte Dachanalyse für Im Langhag 5, Effretikon. Die Inhalte wurden für diesen Bericht gegliedert und sprachlich überarbeitet. Die Empfehlungen beruhen auf den Angaben der Vorlage. Offene Angaben sind gekennzeichnet.
Referenz in der Vorlage: Kontroll- und Zustandsbericht Wincasa, 2021. Dieser liegt nicht separat bei. Die Dachübersicht und die Bilder 1 bis 4 aus dem bereitgestellten Dokument sind den jeweiligen Befunden zugeordnet. Weitere Fotos können direkt dort ergänzt werden.